Besonderheiten

Serendipalm wird von einem Team junger ghanaischer Profis betrieben, unter der Leitung von Geschäftsführer Safianu Moro und mit Unterstützung durch das Dr. Bronner’s Special Operations Team.


Serendipalms Ölmühle wurde nach dem Vorbild kleiner lokaler Palmölmühlen aufgebaut, aber mit effizienterer und sicherer Technologie, besserer Entlohnung und Sozialleistungen, und Entwicklungsmöglichkeiten für Mitarbeiter. Die Mühle ist, mit mehr als 250 Mitarbeitern – größtenteils ungelernte Frauen – der wichtigste Arbeitgeber in Asuom.


Gerade weil wir auf weitgehende Automatisierung der Produktion verzichten und Handarbeit einsetzen, wo sie sinnvoll ist, legen wir viel Wert auf Effizienz, gutes Prozessmanagement und Ölqualität. Schließlich brauchen auch faire Projekte zufriedene Kunden.


Serendipalm bezieht Palmfrüchte von über 600 Bio Kleinbauern. Organisiert in 4 lokalen Assoziationen wickeln sie Handel und Logistik direkt mit Serendipalm ab. Die Bauern erhalten eine zehnprozentige Prämie über dem Marktpreis. Ihre Früchte werden gewogen, nicht wie üblich geschätzt, und die Bezahlung erfolgt sofort.


Serendipalms Landwirtschaftsingenieure überprüfen bei den Bauern die Einhaltung von Bio- und  Fair Trade-Regeln und die vereinbarte Bezahlung für Feldarbeiter.


Serendipalm finanziert den Bauern die schrittweise Neupflanzung mit Ölpalmsetzlingen ertragreicherer Sorten, seit 2013 ca. 110.000 Setzlinge. Zur Erhöhung der Artenvielfalt müssen die Bauern diese in Mischung mit anderen Bäumen pflanzen. Aktuell finanzieren wir das Nachpflanzen nach dem Prinzip der „dynamic agroforestry“. (Hier bitte Link zum DAF-Abschnitt)


Die Ölpalmenfelder unserer Bauern sind umgeben von kleinflächigen Zitrus-, Kakao-, Mai und Cassavafeldern – es gibt keine großen Monokulturen. Viele unserer Ölpalmbauern bauen auch Kakao an und Serendipalm ermöglichte bisher über 200 Bauern den Umstieg auf die Produktion von höherpreisigem Bio-Kakao.


Die Löhne von Serendipalms Mitarbeitern in der Produktion liegen um 20% über ortsüblichen Löhnen. Sie erhalten zusätzliche Sozialleistungen, die es bei anderen lokalen Kleinölmühlen nicht gibt: bezahlter Urlaub und Krankheitstage, Mutterschutz sowie Renten- und Krankenversicherung.


Weitere Vorteile: eine warme, kostenlose Mahlzeit täglich, Bonuszahlungen zu Weihnachten und Ostern, meist 1,5 Monatslöhne, respektvoller Umgang zwischen Mitarbeitern und Management, aktive Beteiligung an der Planung und Verbesserung des Betriebs, Trainingsprogramme für neue Mitarbeiter und das auch von Besuchern geschätzte konstruktive „Betriebsklima“.


Alle Nebenprodukte der Palmölherstellung wie etwa leere Fruchthüllen, Fasern und Kerne werden wertschöpfend verwertet.


Palmkerne werden an Alaffia ein befreundetes Fair Trade-Projekt in Togo verkauft.


Fruchthüllen und Produktionsabwasser werden als Mulch und Dünger zur Rückführung mineralischer Nährstoffe und Biomasse an den Boden eingesetzt. In Zukunft wird es nur noch feste Rückstände geben, die im Feld besser als Mulch eingesetzt werden können.


Die Fasern dienen als Brennstoff oder ebenfalls als Mulch.


Die firmeneigene Küche, die Mitarbeiter und Besucher versorgt, bezieht ihr Gemüse und Obst z.T. aus Serendipalms zwei Demonstrationsfarmen.


Alle Palmölkunden zahlen als Teil des Kaufpreises eine Fair-Trade-Prämie. Unser derzeitiges Prämienaufkommen liegt bei € 70.000 pro Jahr. Über die Verwendung entscheidet ein Fair-Trade-Komitee aus Bauern, Serendipalm-Mitarbeitern und Management. Serendipalm koordiniert und überprüft die Umsetzung der Projekte.  Sie dienen dazu, kritische lokale Notstände abzustellen und sie helfen den Gemeinden und ihren Wohlfahrtsinitiativen, gemeinsam Projekte zu konzipieren und umzusetzen.


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