Kakao

Einzug der Kakaobohne

Da viele von Serendipalms Ölpalmbauern auf separaten Feldern auch konventionellen Kakao anbauen, begannen wir 2014 mit der Umstellung auf Biokakao. In Ghana verteilt die „Bundeskakaobehörde“ Cocobod kostenlos Pestizide zur Bekämpfung von Schädlingen. Die Grundursachen für die oft hohen Ernteverluste durch Schädlinge liegen jedoch in der zu hohen Pflanzdichte von Kakaobäumen und der mangelnden Pflege durch Beschneidung.

Um Bauern bei der Bio-umstellung zu helfen versorgten wir sie zunächst mit Pyrethrum, einem Biopestizid, und entwickelten dann eine eigene Rezeptur, basierend auf den Samen des lokalen Neembaumes. Gleichzeitig schulen wir die Bauern in systematischer Baumbeschneidung und besorgen die dafür nötigen Werkzeuge. Dies ist eine wichtige Maßnahme um die Erträge und damit das Einkommen der Bauern zu erhöhen. Langfristig unterstützen wir Bauern beim Neupflanzen nach dem Konzept der dynamic agroforestry„, bei dem Kakao, als schattentolerante Sorte im „Untergeschoss“ mit Ölpalme, Frucht- und Edelholzbäumen gemischt angebaut wird.

Wie bei der Ölpalme, so ist auch der Kakaoanbau in Westafrika sehr kontrovers: Einsatz von Pestiziden, Anbau in Schutzwäldern, Kinderarbeit, schlechte Baumpflege und niedrige Profitabilität für Bauern sind auf der Liste von Anklagen. Aber wie bei der Ölpalme gilt auch für den Kakao: es kommt nicht auf die Pflanze an, sondern darauf wie man sie anbaut. Serendipalm ist mitten in der Umstellung auf nachhaltigen und fairen Kakao – und wir hoffen wir geben ein gutes Beispiel.


 

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